6. Lipödemtag in Hannover

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Da ich mich immer wieder wie Bolle über meinen Koffer freue, zeige ich ihn Euch auch immer wieder gern. Dieses Bild machte ich am Freitag morgens, und ein kleines Mitbringsel steht auch dort. Ganz schön finde ich, dass meine Handtasche, die mir mal ein ganz besonderer Mensch schenkte, farblich zum Koffer passt ❤

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Es war der 13.05.2017 und die Nacht war viel zu kurz. Wir konnten echt gut schlafen, denn diese Boxspringbetten im Ibis City Hotel waren sehr bequem.

Es versprach ein warmer Tag zu werden, also entschloss ich mich heute mal ganz mutig zu sein und etwas weiter ausgeschnittenes zu tragen.

Ich hatte das Schmetterlingsoberteil grad erst bestellt und fand, es sei ein würdiger Anlass, es mal auszuführen.

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Ein bisschen gerädert von der Nacht war ich ja schon, da ich mich noch so lange mit so vielen netten Lipmädels unterhalten habe. Eigentlich wollte ich Freitagabend gar nicht ins Bett, doch mein Körper war anderer Meinung. Manchmal ist es sinnvoll auf ihn zu lauschen und nachzugeben. Das sag‘ ich mit meinen Dickschädel, aber nun gut.

Also rein in die Kompriversorgung und Männlein wecken.

Es erwartete uns ein sehr leckeres Frühstücksbuffet mit allem was das Herz begehrt und ich futterte sehr genüsslich ein Brötchen und Ei und hatte mit der lieben Tanja und Sebastian tolle Frühstückspartner. Es gab eine Menge zu lachen :-))

Was uns alle amüsierte war die kleine „Invasion“ der Lipmädels im Frühstücksraum. Ich glaube, wir belegten gemeinsam um die 12 Tische bzw. die riesenlange Couch. Tanja und ich witzelten rum, und waren uns einig „Schönheit braucht halt viel Platz und einen grossen Hintern“.  Es tat mir sehr gut, in einer Reihe von sehr netten Frauen nicht so sehr aufzufallen wie sonst. Ich achtete nicht darauf, wie die anderen guckten und genoss es einfach.

Wisst ihr, wenn ihr mal meine Körperformen habt oder hattet, dann wisst ihr wovon ich spreche. Grade bei diesem Thema möchte ich auf meine liebe Barbara zu sprechen kommen. Sie hat auch schon soviel erreicht und viel abgenommen und viel gelitten. Sie ist eine so liebenswerte Frau. Danke, dass ich dich kennenlernen durfte. Gemeinsam lachten wir viel – egal was uns das Leben vor die Füsse warf. Doch nicht nur Barbara war so eine starke nicht zu vergessende Persönlichkeit, nein, Tanja, Dagmar, Nicole, Sabine, Isabell, Caroline und und und. Jede der Frauen hat diese dumme Erkrankung und jede dieser Frauen lachte aus tiefster Seele und sie beeindruckten mich so sehr.

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Ich gebe zu, dass ich Tage habe, in denen ich zu Haus sitze und einfach weine, mir die Frage stelle, was noch kommt oder warum ich? Kennt ihr das? Doch ich weiss nun, dass es mir nicht alleine so geht, dass ich kein Einzelfall bin, sondern eine von vielen.

Denn jede von uns ist einzigartig und hat schon viel erlebt. Eigentlich müssten man die Geschichten sammeln und ein Buch drucken lassen; ich fände das sehr, sehr spannend. Trotz oder grade deswegen sind diese Frauen mit ihren Männern so herzlich und so stark!

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Nur einige der illustren Runde und jede so einzigartig :-)) Danke, dass ich euch endlich mal persönlich kennenlernen durfte. Allein das war alles Wert. Ganz links im Bild sitzt übrigens Frau Dr. Nicole Langner (muss ich erwähnen), sie hat ganz frische neue Arme und sie hat sich so sehr verändert, nicht nur durch die vielen Operationen, sondern auch durch Torsten Prix‘ Programm und ihren eisernen Willen abzunehmen. Toll!

So, es ging weiter, nach einem tollen Frühstück wurde sich nochmal aufgehübscht,  und los ging’s. Wir fuhren mit Nicole und Sabine zum Veranstaltungsort Freizeitheim Linden, Windheimerstrasse 4 in 30451 Hannover.

Nun begann der 6. Lipödemtag in Hannover.

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Mit dem Parkplatz haben wir richtig Glück gehabt, und hoffentlich nicht den netten MEDI-Mitarbeiter geärgert. Nun wurden die Rampen ausgefahren und der Rollstuhl hinausgefahren. Mit dem Aufzug ging es auch sehr gut in den Veranstaltungsraum.

Die Eröffnung wurde von Marion Theler , Nadine und Peggy geleitet.  Wir waren sehr gespannt auf die Vorträge.

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Den Anfang der Vortragsreihe machte Dr. Mario Brandenstein. Er erzählte von seinen OP-Techniken (Tumeszenzlösung oder WAL-Technik)  und welche Komplikationen auftreten könnten.

Denn eine Liposuktion wird oft unterschätzt. Es ist kein Schönheitseingriff, nicht immer, sondern wie jede Operation birgt sie auch Gefahren. Es könnten nach der OP Verletzungen, Schwindel, Schwäche, Kreislaufprobleme, Infektionen, Periodenblutungen, Schwellungen und  Hämatome auftreten.

Es war ein sehr sympathischer Vortrag, auch wenn die eine oder andere der anwesenden Damen große Augen, machte als er ein nekrotisches Bein zeigte. Nekrotisches Gewebe ist totes bzw. abgestorbenes Gewebe.  Dr. Brandenstein überzeugte viele Damen mit seinem charmanten Lächeln, und ich denke, er wird in Zukunft einiges zu tun haben.

Auch erwähnte er die Nachsorge nach einer Operation und erklärte wie sie es handhaben.

Ein kleines bisschen kannte ich Dr. Brandenstein ja schon, schliesslich war ich in seiner Sprechstunde. Er ist ein Arzt, vor dem ich mich nicht geschämt habe und ich bin Nicole so dankbar für diese tollen Arztkontakt!  Mittlerweile gibt es ja schon eine Facebookgruppe und alle Damen freuen sich über ihre operierten Körperteile bzw. sind happy, dass der „Mann mit den tollen blauen Augen“ sie operierte. Nun bin ich in einigen Wochen auch an der Reihe. 😉 ich bin gespannt, wie es weitergeht 😉

Nun war erstmal Pause und ich versuchte, zu den Ausstellern zu kommen. Viele Frauen freuten sich, mich zu sehen und viele kannten meine Geschichte. Es berührte mich ein wenig, denn ich bin doch niemand Besonderes. Leider bin ich nur eine dicke, nicht so gesunde Frau, die versucht anderen zu helfen, und vor allem Transparenz schaffen in Sachen Lipödem.

Nach der Pause ging es weiter mit Frau Brüggen und Frau Wolf, die beide für die Firma Juzo arbeiten. Sie erklärten wunderbar den Unterschied zwischen Flachstrick und Rundstrick, und zeigten auch wie die Anziehhilfen funktionieren.  Durch diesen Vortrag erfuhr ich auch das es Anziehhilfen gibt, die bis 100 cm Beinumfang funktionieren.  Auch Lymphpads zur Schonung der Haut, BH- Befestigungen für einen Bolero, Reißverschlüsse auf Kompressionshosen und vieles anderes zeigten sie uns. Auch dort ein sehr nettes dynamisches Duo und hat mir wieder gezeigt was es alles gibt was ich noch nicht kannte. Danke.

Es folgte Schlag auf Schlag. Dr. Klasmeyer hielt einen Vortrag, und auch er war sehr kompetent und freundlich und beantwortete gern viele Fragen. Er machte einen sehr freundlichen Eindruck auf mich und war nicht wie andere Ärzte so von „oben herab“! Toll ging er auch mit nicht geplanten Wortmeldungen um und auch das zeichnet ihn aus.

Leider verpasste ich den Vortrag übers Lymphsystem, da ich noch im  Ausstellungsraum um Rat fragte und es so einige längere, aber informative und schöne Gesprächsergebnisse gab. Auch bekam ich tolles Infomaterial.

ausbeuteSchaut mal selbst meine Ausbeute ;-))

Ein Anwalt sprach auch einen Vortrag und ich glaube er wird viele Frauen demnächst vertreten 🙂 Danke, dass sie mit uns kämpfen Herr Mamdouh Abdel-Hamid.

Dann kam eine Schwungvolle Präsentation von  Luna Largo, eine Firma, die mit Orthopäden und Sanitätshäusern zusammenarbeitet und Jeans für Lipödem-Betroffene entwickelten bis Grösse 56.  Leider bin ich nicht bis zum Anprobieren gekommen, da ich immer wieder nett aufgehalten wurde. Auch war mein Weg mit dem Aufzug recht umständlich und für mich ungeduldiges Menschlein immer etwas nervig.  Zum Glück traf ich auch Mark Castens, ein Politiker aus Ovelgönne, der mit seinem „Know How“ sehr, sehr viel half. (sehr erwähnenswert: das Projekt „ein letzter Wunsch“). Es war herrlich, ihn endlich mal knuddeln zu können. Leider fuhr er frühzeitig heim, so dass ich ihm den Mayschoßer Spätburgunder gar nicht geben konnte.

Das Finale bestritt Frau Dr. Nicole Langner mit Torsten Prix von „Extrem schwer„. Torsten Prix hat durch seine Erfahrung und durch seine immense Gewichtsabnahme sich umgeschult auf Personalcoach und hilft Menschen ihre Gewohnheiten abzulegen und sich gesund zu ernähren. Wer, wenn nicht er, weiss wie es ist über 250 kg zu wiegen, wer, wenn nicht er, kennt alle möglichen Ausreden, um seinen Po nicht bewegen zu müssen. Ich habe da ein bisschen was mit dem Torsten gemeinsam und ich bin so froh diesen Vortrag gehört zu haben.  Nicole fungierte als „Versuchskaninchen“, gerade bei Lipödemfrauen ist es ja gar nicht einfach abzunehmen. Nicole versuchte sein 10 Wochen Programm und nahm unglaubliche 15 kg ab.  Trotz das sie viel in der Zeit durchmachte an OPs und nicht wirklich Sport treiben konnte. Sie erzählte von ihren Erlebnissen und wie sie sich fühlt. Auch Torsten war ehrlich, offen und machte kein Schnickschnack. Ich war begeistert und gern würde ich mitmachen wollen. Wie genau ich das anstelle wird sich zeigen. Wenn es soweit ist werde ich das natürlich auch berichten.

Danke auch an Nicole, die so viele Operationen durch hat, dass du dich trotzdem für die Lipgemeinde einsetzt, um ein Zeichen zu setzen. Es geht alles, wenn man es nur versucht!

Irgendwann wird es einen Lipödemtag  geben und dann werde ich die Treppen laufen!! Jedenfalls arbeite ich so gut es geht mit, um gesünder zu werden *fest vornehm*.

So, im Freizeitheim war nun erstmal Schluss und wir freuten uns auf das
MAREDO STEAKHOUSE.

Durch diverse Dinge in meinem Leben war ich noch nie in einem Steakhaus. So war da erste Mal das ich in einem Steakhaus war und ich war gespannt.

Mein Mann und ich bestellten uns eine Grillplatte für zwei Personen und es war echt viel. Schaut mal .

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Doch so leckere gebratene Maiskolben hab ich noch nie gegessen *Jammy* da waren mir auch die Kalorien egal.  Das Fleisch war auch sehr zart und es zerging auf der Zunge. Also ich denke ich werde nochmal mit viel Ruhe in ein Steakhaus gehen und mich den Köstlichkeiten hingeben.

Mit an Tisch hatte ich ganz nette Menschen. Leider weiss ich den Namen nicht mehr von der Dame links von mir (Nachtrag; Birgit !! Sie war die Unbekannte)  aber Martina  wird mir noch lange mit ihrer kreativen Art und den herrlich gelben Farbakzenten in Erinnerung bleiben.

Inge Grothe, die Leiterin der Düsseldorfer SHG (Link geht zu Facebook), saß mit uns am Tisch und wir freuten uns auf ein geselliges Beisammensein. Inge ist ein sehr lieber Mensch die ebenso eine tiefe Geschichte mit sich trägt, die den Zuhörenden nicht kalt lässt. Deshalb finde ich es wichtig auch mal zu sagen: Inge, Du machst das ganz prima mit der SHG und deinem Enkel sowie viele andere Dinge! Dein Enkel kann stolz sein, so eine liebe Omi zu haben. Lass dich nicht unterkriegen.

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Ich möchte einfach auf die Selbsthilfegruppen hinweisen denn sie sind so wichtig. Erstens kommt man als selbst Betroffener selber mal raus aus seinem Haus und man merkt plötzlich, dass man nicht allein ist. Gespräche können geführt werden und wichtige Informationen geteilt werden. Es ist einfach wichtig für die Seele.

So nachdem ich mir meinen Bauch so richtig lecker gefüllt hatte und wir Susanne und Frank richtig kennenlernten ❤  (leider viel zu kurz) gingen wir zum Auto.  Hier noch einige Fotos von anderen Lipödemteilnehmer die mit uns im Steakhaus waren.

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Hier nochmal meine neuen *Lukibeinchen* ich muss sie einfach nochmal zeigen 🙂 sorry aber ich freue mich immer und immer wieder!!

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Abends im Hotel saßen wir noch zusammen, sprachen, lachten und ließen den Tag Revue passieren.

Hier geht vor allem an den Lipödem-Hilfe e.V. ein riesiges Lob.

Insbesondere Marion, Peggy und Nadine, die sich immer und immer wieder so ins Zeug legen für uns alle!!

von links nach rechts sehen wir Torsten Prix, Peggy Auma, Marion Tehler,
Dr. Mario Brandenstein, Rechtsanwalt Mamdouh Abdel-Hamid und Nadine

DANKE, denn ohne Euch und ohne Euren Einsatz wäre ich nicht von so vielen Menschen umgeben, die mir helfen und die mich verstehen. Danke auch, dass ihr all das auf Euch nehmt. Manchmal ist das Ganze ja nicht einfach, es muss organisiert, geplant und gefachsimpelt werden, Vortragsredner gesucht und Ärzte gefunden werden. Doch ihr habt es geschafft, diesen Tag für mich unvergesslich zu gestalten!

Am Abend saßen wir noch bis 1 Uhr oder so in der Lobby und haben ganz leckeren Vitaminschnaps genossen ;-)) Danke DAGMAR für viele Denkanstösse und deinen leckeren Nimm2Schnaps!

 

Ich hoffe, ihr hattet beim Lesen so viel Spaß wie ich an diesem Wochenende

 

 

 

Die Fahrt nach Hannover

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Freitag der 12. 05. 2017 standen wir wie jeden Morgen recht früh auf. Wir genossen die ersten Sonnenstrahlen mein Mann half mir in meine Flachstrickversorgung  und wir frühstückten lange.

Unser Kleinster wurde erstmal in den Kindergarten gebracht und wir sammelten noch die letzten Kleinigkeiten ein, die wir benötigten. Dann bemerkten wir, dass wir gar nicht an Wasser gedacht haben. Also mussten wir kurz vor der Autobahn noch schnell an einem Discounter halten und besorgten uns Wasser und einige andere  Kleinigkeiten für die Fahrt. Es versprach wirklich ein schöner Tag zu werden.

18643678_1509490389124458_648991468_nNatürlich mussten wir noch eiligst in die Winzergenossenschaft nach Mayschoß schliesslich wollte ich es mir nicht nehmen lassen einige Mitbringsel zu organisieren. Was ist da besser geeignet ein leckeres Tröpfchen Wein oder Traubensaft zu schenken. Dann dürfen sie auch mal eine echten Ahrwein kosten.

Wir fuhren auf die Autobahn 61 Richtung Köln und dort war alles in Ordnung. Wir kontaktierten Nicole und Sabine die ungefähr zeitgleich losdüsten.  Dann wechselten wir auf die A1 Richtung Dortmund und dort wurde es vom Verkehr um einiges zähflüssiger und wir standen dummerweise im Stau. Zwischenzeitlich schrieb ich etwas mit Nicole und den beiden Damen erging es ebenfalls so, die Fahrt zog sich in die Länge. Das lag an den vielen Baustellen und einigen echt doofen Autofahrern.

Von der A1 fuhren wir über Kamener Kreuz auf die A2 Richtung Hannover und auch dort ging es nicht so schnell voran, wie ich und meine Beine es gern gehabt hätten. Doch sei’s drum! Ich war voller Vorfreude, denn dass wir in einem Hotel übernachten, alleine ohne Kinder war irgendwie wie Urlaub. Dann war ich ja auch noch sehr gespannt auf die Menschen und Vorträge vom Lipödemtag 🙂

Alles in allen überwog die neugierige Erwartung von mir.

Insgesamt sind wir 5,5 Std. gefahren  und checkten dann in Hannover ankommend im Ibis City Hotel ein (Link)

Die beiden Fotos habe ich auf der Couch gemacht, denn diese „Kunstwerke“ waren über uns an der Decke. Ich fand sie prima.

Dort war der Empfang sehr herzlich, da nicht nur die Mitarbeiter sehr zuvorkommend waren, sondern weil ich eine kleine Traube Lipmädels schon in der Lobby tummelten.

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Das Hallo , Umarmen und die strahlenden Gesichter waren unglaublich erhebend und ich freute mir fast ein zweites Loch in den Bauch! Wir bezogen unser Zimmer – was natürlich am Ende des Ganges war.

Meinen Rollstuhl hatte ich im Auto, ich war mir unsicher ob er durch den Aufzug passt. Also nahm ich meine ganze Energie und ging mit vielen Pausen den Flur bis zu unserem Zimmer. Es waren immerhin 40 Meter (gefühlte 3 km).

Das Zimmer war sauber und ordentlich und ich freute mich sehr über die grosse Dusche und die behindertengerechte Ausstattung. Es war mir irre wichtig das ich abends duschen konnte.

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Der erste Eindruck vom Hotel die Lage und vor allem der Preis hat mich überzeugt. Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich hier verweile, wenn ich in Hannover bin 🙂

DMT Praxis und Orthomobil

Es wird nun nicht grad chronologisch von mir berichtet, seht es mir nach; doch ich wollte Euch doch von meiner neuen Lymphfee berichten.

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Ich habe nun einen Platz in der dmt Praxis in Ahrweiler gefunden. Sie ist niegelnagelneu und alle sind sehr zuvorkommend, wie ich euch ja schon erzählte. Die Räume sind sehr hell, die Liegen bequem und das Beste: die MLD bringt wirklich was. Überwiegend bin ich bei Frau L. Stadtfeld in Behandlung und sie macht das prima. Hin und wieder habe ich noch Frau Kreuzberg und sie ist auch sehr kompetent.

 

Dmt informiert mich bisher immer rechtzeitig, Termine und andere Abrechnungsabsprachen sind immer freundlich und zielorientiert. Im Großen und Ganzen bin so zufrieden, dass ich sogar überlege, mein neues Krankgymnastikrezept dort einzulösen. Durch die Operation habe ich aber erstmal ausgesetzt, da einige Dinge halt noch sehr schmerzen und ich mir unsicher war.

 

 

So weiter geht’s…

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Freitag war ich in Bonn bei meinen lieben Mädels von Orthomobil . Ich habe neue Rezepte, damit ich neue Flachstrickstrümpfe bekomme. Ich habe ja leider nur ein Paar genehmigt bekommen im Januar. Doch so geht es nicht. Es stresst mich ein bisschen, sie jeden Abend mit der Hand zu waschen damit ich sie morgens wieder anziehen kann.

Die Kompressions-Caprihose habe ich zum Glück schon als Wechselversorgung in der megagenialen Farbe „pretty lilac“ und ich bin so stolz, denn es ist definitiv meine Lieblingsfarbe 🙂 Hier  sehr ihr die neuen Farben von Juzo – ein kleiner Trost wie ich finde. 18643690_1508806409192856_1840724337_n

Meinen Bolero habe ich ja in „Pfeffer“ bekommen, ebenso meine Handschuhe, auch alles im Januar.  Nun scheint der Bolero allerdings nicht mehr richtig zu passen, er schlägt falten und ein Wechsel-Bolero ist auch mal schön. Schliesslich bin ich ein Mensch, der sehr schnell transpiriert und grade wenn ich versuche mich mehr zu bewegen, ist es einfach sehr eklig, wenn man den halben Tag darin steckt. Ihr wisst es ja vielleicht selber, wenn ihr Armbestrumpfung tragt, viel Luft  ist da nicht!!

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Die Handschuhe hab ich auch nur einmal und ich versuche sie ja täglich zu tragen. Dort besteht dasselbe Problem wie mit meinem Bolero – und sie fusseln. Ich habe ja drei Katzen und ich liebe sie total, aber diese silbernen, braunen, roten und karamelfarbenen Haare machen sich nicht immer so toll an den Handschuhen. Also ist die Fusselrolle auch ein Begleiter von mir 🙂

Also bin ich nun gespannt ob ich neue Strümpfe, Bolero und Handschuhe bekomme.

Jedenfalls war ich Freitag direkt nach meiner MLD dort und  wurde neu vermessen. Was soll ich sagen ? Mein Körper ist seltsam.

 

An den operierten Unterschenkel hab ich nicht viel abgenommen aber an den Knien pro Knie 12 cm!! Mega!!

Schaut mal, ich habe Bilder gemacht. Schön ist es dort bei Orthomobil und ich kann jede Kompressionsträgerin aus dem Umkreis nur raten: Flitzt los! Die sind sehr bemüht, nett und zu lachen gibt’s auch immer was!

Denn es handelt sich wirklich um 24 cm die ich nun weniger Umfang habe. Ich danke den Ästhetik-Team in München und vor allem Dr. Domink von Lucowicz, dass er mir so zu Seite stand.

Auch habe ich durch die abgesaugten 6,5 Liter ein bisschen abgenommen. Tja, und ich achte darauf, mehr zu trinken und mehr gute Sachen zu essen. Auf Zucker versuche ich zu verzichten – ausser in Hannover, da habe ich geschlemmt. :-)) Ach, ich schweife schon wieder ab.

Meine Arme:
Jetzt kommen wir zu meinen *ichwillsiegarnichthabendennsiegehörenirgendwienichtzumir*-Armen. Dort habe ich leider viel zugelegt.  Am rechten Arm sind es sogar mehr als 7 cm  und link waren es glaub ich 5 cm.   Auch wenn ich lächelte so war ich etwas verwirrt, traurig und dachte bei mir das kann doch nicht sein. Meine Hände sind schmaler geworden, teilweise bis zu 2,5 cm im Umfang – was eine Menge ist in Sachen Kompressionsversorgung. Dann gab’s noch meine Unterarme, die sind etwas schlanker als vor der OP. Dabei wurde da nichts gemacht.

Ich versuche doch täglich meinen Hintern hoch zu bekommen, gehe jeden Tag in meinen Lymphomaten ( Danke Jens und Ute ) und mindestens 2 x die Woche zur MLD, mache Lipoletic so gut es geht und versuche auf die Ernährung zu achten. Warum um Gottes Willen schwillt mein doofer Arm dann wieder so an?? Ich will das langsam echt nicht mehr!!

Deshalb ist nun die Entscheidung auch gefallen und ich werde die Arme als nächstes in einem Vertragskrankenhaus machen lassen. Wer , wie, was, wann und wo werde ich Euch noch berichten, da ich denke, dass auch dieser Arzt einen eigenen Bericht verdient. 🙂

Jetzt geht es erstmal zum Kostenvoranschlag zur Krankenkasse, wenn sie zustimmen dann bekomme ich einen neuen Termin mit meiner Frau von Juzo :-)) und dann hab ich vielleicht Glück und Mitte Juni wieder passende Versorgung.

Jetzt mal liebe Krankenkasse, eins an Euch. Ich weiss ja, einige verfolgen mich und lesen auch mit! Könnt ihr das mal nicht vereinfachen für uns Lipmädels? Es ist ja nicht so, dass wir megascharf darauf sind uns in diese engen Sachen zu quälen und im Sommer ist es megaheiss darunter. Warum immer diese Wartezeiten? Wir machen das nicht zum Spass und über mehr Weitsicht würde ich mich sehr, sehr freuen.

Wenn wir dies nämlich nicht tragen, geht es uns viel schlechter und am Ende sind wir wieder ein noch grösserer Kostenfaktor, als wir uns alle wünschen.

Von der seelischen Belastung und den Schmerzen sag ich lieber mal nichts.

Ich weiss auch das ihr Krankenkassenmitarbeiter nichts dafür können, es liegt am System! Vielleicht könnte sich da mal was ändern!!!

Ich bin für meinen Teil recht froh das ich nun kompetent und liebevoll versorgt werde!!

DANKE!!!

MLD Praxis im Kreis Ahrweiler

zu finden ist ja fast schon ein Ding der Unmöglichkeit.

Doch durch Zufall fand ich nun eine Praxis die neu eröffnet hat und sogar sich diese 60 Minuten Zeit für mich nimmt.

Die Praxis ist noch so neu das sogar die Handwerker am heutigen Tage recht fleissig waren.

 

Doch die Empfangsdame war sehr freundlich und kompetent und auch die Therapeutin war sehr lieb und vor allem wirkungsvoll!!

 

Ich werde Euch berichten wie es weitergeht. Aber ich habe nun mindestens zweimal die Woche Lymphdrainige und das fühlt sich soooooo toll an!

 

Nicht nur ich benötige Hilfe

und oft habe ich mich gefragt ob es richtig ist ob ich nach Hilfe Frage, doch ich muss mir leider eingestehen das ich Hilfe brauche.

 

Britta ist ein sehr lieber Mensch mit der ich schon sehr viel geschrieben und gesprochen habe und aus diesem Grunde erwähne ich sie nun extra hier. Sie hat ein ähnliches Leid wie ich und auch sie kämpft, kämpft und kämpft! Das Leben könnte so schön sein mit den richtigen Möglichkeiten.

 

Britta benötigt Hilfe und jeder Euro hilft ❤ Ich würde mich sehr freuen wenn sie bald etwas mobiler wird.  Desshalb hier der link zu ihrer Spendenseite! 🙂

18.4.2017 Vier Wochen post OP

Ich kann nicht grad sagen wie schön es ist ❤

 

Doch ich habe viel viel weniger Schmerzen. Allerdings kann ich nicht sagen was davon noch OPschmerz ist oder mein normaler Schmerz.

 

Fakt ist mir geht es mit meinen neuen Lukibeinchen viel viel besser ;-))))

Freu!!

15.03.2017 Ein grosser Schritt Richtung Gesundheit dank Dr. von Lukowicz und Euch <3

Erst einmal, bevor ich Euch berichte, wie es mir in der Zwischenzeit ergangen ist, möchte ich mich bei euch bedanken!

Es sind so viele tolle Dinge passiert und ich habe wunderbare Menschen kennengelernt. Einige  (vermeintliche) Freunde haben sich entschieden, ihren Weg ohne mich zu gehen, aber auch das ist legitim, auch wenn es weh tut.

Lange habe ich keine Hoffnung gesehen und habe mutlos meinen Alltag verbracht. Dadurch, dass es mir seelisch nicht gut ging, waren meine Schmerzen tagaus tagein ein täglicher Begleiter.  Ich hatte das Gefühl, innerlich leer zu sein und nur noch zu funktionieren, so gut es eben halt ging.

Dann kam der Dezember und viele liebe Menschen und Nicole. Ja, Nicole ist etwas ganz Besonderes, mit ihrer eigenen Art,  ist sie mehr als nur eine Facebookfreundin, mittlerweile habe ich soviel mit ihr gesprochen und schenke ihr mein Vertrauen und meine Dankbarkeit, dass eine richtige Freundschaft entstanden ist.

Denn plötzlich leuchtet ein Licht und die Dunkelheit, die Verzweiflung und die Wut wichen langsam aus meinen Leben.  Ich nahm die Hilfe gern an, von den Ärzten, Nicole und einigen anderen. Ich selber wollte nicht mehr schweigen, mich nicht mehr unter der Decke verkriechen und rauskommen. Leider war es mir nicht möglich, eine Operation bezhalen zu können.

Mein Schutzengel 🙂 er wird mich begleiten bei jedem Gang zum OP oder ins KH schutzengel lipos

Muss ich mich deshalb aber schuldig fühlen? Es sind viele private Nachrichten gekommen und viele freuten sich mit mir. Es gab aber auch Menschen, die meinten, es steht mir nicht zu, ich markiere nur und sei einfach nur fett und nicht krank. Das traf mich schon im ersten Moment und ich wurde traurig. Als dann auch noch auf Nicole rumgehackt wurde und ihr und auch mir Unterschlagung und anderes vorgeworfen wurde, war ich kurz davor alles hinzuwerfen.  Soviel Ungerechtigkeit kann ich nur schwer ertragen.

Vielleicht weckte das meine „Kämpfernatur“, ich weiss es nicht.

Doch DANKE auch an EUCH ihr Neider, ihr Lügner und Schlechtredner – Danke, denn ohne Euch hätte ich nicht das letzte bisschen Anftrieb gehabt weiterzumachen.

Denn JETZT ERST RECHT!!

Niemand hat das Recht, mich zu beurteilen! Niemand hat mein Leben gelebt, und meine Fehler gemacht, und ich nehme die Hilfe an, die mir herzensgute, freundliche und charakterstarke Menschen zukommen lassen haben. Danke, dass es Euch gibt und es wird toll werden, denn durch Euch fühle ich mich als Mensch und darf wieder hoffen irgendwann ein gesünderes Leben zu haben.

So nun fangen wir mal an:

Bevor es auf die Reise ging, mussten wir noch einiges erledigen, und so haben wir, nachdem wir das Spendengeld von Nicole abgeholt hatten, eine Versicherung bei  Beautyprotect abgeschlossen. Es waren (nur?) knapp 200 ,- Euro, die uns aber ein sehr, sehr grosses Loch in unsere Haushaltskasse gerissen hätten.  Ich war glücklich das ich nun die Möglichkeit hatte ohne Bauchschmerzen diese Versicherung abzuschliessen.

Da ihr ja mittlerweile wisst,  das es mindestens ca. 14 Operationen sind, die ich vor der Brust habe, dachte ich mir, dass es auch sinnvoll ist, vernünftige Koffer zu haben. Also war ich ganz dekadent  und habe mir lila Hartschalenkoffer gekauft.  Ein Kofferset, bestehens aus drei Stück, da mein Mann ja auch immer mit muss, bekam er den kleinsten Koffer.  Da ich ja auch noch sehr unerfahren bin, was das Thema „was nehme ich mit“ betrifft, hab ich natürlich für München viel zu viel eingepackt. :-))

Mein neuer Koffer ist auch in München angekommen koffer

Rund ums Auto mussten wir auch noch tiefer in die Geldböse greifen, da unser Ford Galaxy Baujahr 1997 ist, also leider nicht mehr so taufrisch . Mein Mann wollte nicht riskieren mit einer frisch operierten Frau liegen zu bleiben.

Natürlich reisten wir einen Tag vor der Operation an und so mieteten wir uns in einem kleineren Hotel ein und waren sehr, sehr aufgeregt, denn so häufig sind wir nicht in Hotels unterwegs.  Das Hotel war sehr hübsch und gepflegt und auch nicht zu teuer da wir schon frühzeitig mit einer Hotelsuchmaschine buchten.

Die Hinfahrt von Mayschoß nach München zog sich sehr in die Länge und so brauchten wir 7,5 Stunden.

Ich war froh als wir endlich im Hotel ankamen und ich die Beine hochlegen konnte.

Dann schlief ich sehr schnell ein und der Morgen begann.

Nun war es der 16.03.2017  und gegen 11 Uhr sollte ich nüchtern in der Iatros-Klinik einchecken.  Ich wusste, dass ich in guten Händen bin und dennoch schlug mir mein Herz bis zum Hals. Doch die Zimmer waren sehr schön und hatten wenig mit Krankenhaus zu tun, seht mal – meine Aussicht

Wie immer war es eine sehr wohlige und freundliche Begrüssung und ich freute mich ja bald „neue“ Beine zu bekommen.

Eine ganz liebe Schwester holte mich aus dem Wartebereich und zeigte mir das Zimmer. Das Zimmer war sehr, sehr schön und tolle Bilder hingen an den Wänden.

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Als ich ins Zimmer kam, lag auch schon mein OP-Hemdchen bereit und die liebe Schwester bat mich, mich gleich schon mal umzuziehen.

Erst hatte ich die Befürchtung, dass ein OP-Hemdchen nicht reicht, da meine Arme ja so dick sind, doch auch wenn es eng war, es reichte. Mein Mann versuchte mich abzulenken, so gut es ging, las mir Nachrichten vor und wir redeten über den neusten Mist den der Trump mal wieder veranstaltete. Dann kam die Nachricht das gleich Dr. von Lukovicz kommen wolle, um mich anzuzeichnen.  Nach einiger Zeit passierte dies auch!

Dr. von Lukovicz erklärte mir nochmal alles, machte mir mit seiner sachlichen, ruhigen und dennoch herzlichen Art sehr viel Mut. Schwupdiwupp war auch schon der „Lukoviczpiccasso“ – alias Fine – fertig.

So, Hemdchen an, Picassobemalung an den Beinen, nun fehlte nur noch der Venenzugang. Auch dort erwartet ich Schlimmes, denn in all meinen Jahren und Patientenerfahrungen ging dies immer schief.  Meistens war natürlich ich schuld, zu dick, zu schlechte Venen, gezuckt oder sonstiges.  Es war oft so, dass ich bis zu 10mal (oder auch mehr, Spitzenwert bisher: 25mal) gestochen wurde, damit die Ärzte einen Zugang fanden. Doch das gehörte hier zur Vergangenheit.

Dr. de Varre, Anästhesist und eine Schwester kamen herein und schoben gleich das Sonographiegerät (Ultraschall) mit. Nun kommt er mein Herzkatheter *bibber* also eine schöne Erfahrung ist sowas nicht, doch was muss, das muss, so meine Gedanken.

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hach ist er nicht schön… feix .. mein Zugang!!

Doch dann kam er, der Anästhesist, der mir meinen Tag rettete. Innerhalb kürzester Zeit schaute er sich meine Arme an, besprühte sie, sagte, ich solle den Arm gegen das Licht halten und – zack – fertig. Ich schaute ihn noch ungläubig an, machte noch meine Scherze mit ihm und der Zugang lag am linken Unterarm, Unterseite. Nun wurde es noch fest gewickelt und fixiert und wir alle waren stolz wie Oscar. Ich frotzelte noch, dass er nun mein Herz-Lieblings-Anästhesist sei und dass, wenn ich nen Zugang brauche ich, nun nach München komme. Wir lachten und hatten riesigen Spass und das, obwohl ich kurz vor der OP war. Keinerlei Anspannung, im Gegenteil ich habe mich so gut aufgehoben gefühlt!! Mich zu keiner Zeit geschämt oder dumm angeredet gefühlt.  Es hört sich vielleicht komisch an aber von der Putzfrau, Schwester bis zum Anästhesisten waren alle MEGA !!!!!!!

DANKE an die IATROS-KLINIK für diese ERFAHRUNG!!!!

Danke an Dr. von Lukovicz und sein Team :-)))

Ein bisschen warten musste ich noch, dann ging es in den OP! Ich wurde begleitet, behütet und sehr lieb in die Narkose geleitet.

Gut ich hab ein bisschen Angst gehabt wegen der Maskennarkose das war nicht so meins, doch dann war ich schnell weg.

Im Aufwachraum waren sie auch alle sehr lieb und Schwester Melanie nahm ich nur an ihrer Stimme wahr und sie schien ein „Pfundskerl“ zu sein. Ich glaub mit ihr kann man mal gut ein Bier trinken gehen. Was man so für Gedanken hat, wenn man aus der Narkose erwacht. Recht schnell war ich stabil und wurde es aufs Zimmer gebracht.

Die Beine waren in meiner Kompri es siffte heraus und ich lag in meinem eigenem Saft.

Die Schmerzen hielten sich in Grenzen, ich schlief viel.  Zwischenzeitlich kam Dr. von Lukowicz vorbei und fragte, ob er ein Bild machen darf, da in der Gruppe alle mitfiebern. Ich sagte ja, denn so bin ich halt. Was hab ich schon anderes als ihr? Vielleicht mehr Gewicht? Na und? Mehr Haut? Egal. Also habt ihr in der Gruppe ein Bild von mir bekommen. Der Zuspruch, den ich erfuhr, auch von Aussen, gab mir soviel Kraft und ich weinte auch einmal, nicht vor Schmerzen sondern einfach weil ich so glücklich war!

Ich habe Menschen die mir halfen, Menschen die mir die Hand reichten, Menschen die mich kaum kennen und dennoch sagen, wir helfen dem Mädel. Das tut so gut nach so langen Jahren des Spiessrutenlaufs. Danke an alle ❤

Gegen Abend war ich fast wieder fit und eine ganz liebe Physiotherapeutin mit den Namen Melanie kam und ich bekam die erste MLD.  Ich fühlte mich ein bisschen wie ein Walfisch, denn jedesmal wenn sie irgendwo drückte, kam das Wundwasser, Blut und andere Flüssigkeit aus meinen Wunden gesprudelt. Es waren drei grosse Badetücher klitschnass, die dann von einer anderen netten Dame weggebracht wurden.

Die Nacht verlief gut, war viel wach, wusste nicht genau wie ich liegen sollte, aber ich hatte noch aus dem OP das Kissen und das fand ich gut!

Am Morgen des 17.03.2017 fühlte ich mich grossartig, ich wollte aufstehen und laufen musste aber noch langsam machen. Also setze ich mich auf die Bettkante. Mein Bett wurde gemacht und ich wollte helfen , da scheuchte mich die Schwester wieder zurück ins Bett und meinte : „Mensch, Frau Kerkhoff, das machen wir doch für Sie lassen sie das mal schön sein, sonst muss ich mit ihnen schimpfen“ und grinste mich dabei herrlich an. Ich weiss ja, dass sie Recht hatte aber so einen „Schimpfer“ so nett verpacken zu können, das kann auch nicht jeder!

das war mein lecker Frühstück :

Dr. von Lukowicz kam auch zur Visite. Grad war ich fertig, hatte mich ein bisschen gekämmt,  geschminkt um mich einfach ein bisschen wohler zu fühlen, als er da stand.

Er schaute sich alles an und war positiv überrascht.

Ich fragte ihn ob ich nicht schon nach Hause könnte.  Er stimmte zu, wenn ich artig die Beine auf dem Weg nach Hause hochlege und immer wieder Pausen mache, um mich ein bisschen zu bewegen. ER wickelte noch meine Unterschenkel etwas ein damit der Druck etwas höher wurde.

Auch dies nahm ich mir sehr zu Herzen. Schliesslich wollte ich doch auch mithelfen beim Heilungserfolg. Nur das „viel trinken“ das fiel mir irgendwie schwer.

Andrea lernte ich auch noch persönlich kennen. Ich freute mich sehr drauf, sie ist ja eine Dame mit Lipoerfahrung und sie kennt diese Klinik und Dr. von Lukowicz ebenfalls. Sie ist ein sehr positiver Mensch und fand sie grandios. Sie hat eine sehr tolle, fröhliche Ausstrahlung. Ich glaub sie bleibt mir in Erinnerung als die Münchner Powerfrau :-))

Ich bin nach wie vor sehr beeindruckt von der Klink von dem Arzt, den Schwestern von all den Dingen die ich dort erleben durfte.

DANKE!!

Ein sagte ich noch auf dem Nachhauseweg zu meinen Mann ; Schatzi wenn wir mal reich sind oder berühmt oder im Lotto gewonnen haben, dann bin ich öfters dort :-)“ Natürlich lachte er, aber ein bisschen ernst mein ich das schon.

Hier ein erstes Ergebnis; 6 Tage Post OP

Ich finde es MEGA !!!!!!!

14.03.2017 Auf auf nach München

oder anders gesagt München wir kommen :-))

 

Natürlich freute ich mich nun in unserem alten Ford Galaxy zu sitzen und auf der Autobahn Richtung München zu sein.

Viele Gedanken kreisten in meinen Kopf und ich nahm mir ganz fest vor nicht viel zu jammern und mitzuarbeiten. Wir hatten die letzten Tagen soviel zu tun um alles zu organiesieren da blieb einiges leider auf der Strecke.

Koffer packen, Zettelchen schreiben, Urlaube verschieben , Arbeitgeber anlächeln etc.

Doch Dank meiner lieben Freundin Yasmin aus Essen hatte ich jemanden gefunden der uns Maximilian abdeckt für einige Tage.

Danke nochmal an dich  Mine und deine Wohnbereichsleitung die dir so plötzlich frei gab.

❤ ich bin so dankbar diese Freunde zu haben ❤

Also sind wir nun auf Tour und ich werde Euch bald berichten was alles passierte!!

Ich kann Euch sagen es wird viel zu lesen geben und vielleicht auch das ein oder andere zum schmunzeln. Doch alles zu seiner Zeit ….

 

14.03.2017 Dr. Brandenstein

Ich habe ihn getroffen und habe eine Menge zu berichten aber das muss jetzt leider warten.

 

Doch ich kann Euch nun schon mal sagen das es MEIN Arzt sein wird. Da ich mich nicht eine Sekunde gemustert oder doof gefühlt habe.

 

Alles wird gut……

 

In diesem Sinne verbschiede ich mich und wünsche das ihr in Gedanken bei mir seid , da ich nun anfgange den Weg zu gehen…….

Danke Mine das du uns in der letzen Sekunde hilfst ❤

 

 

 

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